In Allgemein, Leben mit Hund

Bürohunde, warum sie etwas wunderbares sind!

Ein Hund im Büro, geht das? Ich kann euch sagen: Ja es geht! Sogar ganz wunderbar! In unserem Büro gehören sogar drei Hunde zum Bestandsinventar. Wie genau das funktioniert und ob es Schwierigkeiten gibt, berichte ich euch heute.

Zuerst muss ich allerdings etwas ausholen: Bevor ich damals zu Cassy kam, war für mich klar, dass ich meinen Hund keine 9 Stunden am Tag allein lassen wollte. Dafür brauchte ich mir keinen Hund halten und so wirklich fair ist es für das Tier schließlich auch nicht. Noch während meines Studiums wurde klar, dass ich in dem Betrieb meiner Eltern anfangen würde zu arbeiten. Es erledigte sich somit die  Betreuungsfrage, denn mein zukünftiger Hund dürfte einfach ins Büro mitkommen. Cassy zog kurz vor der Abgabe meiner Diplomarbeit ein und anschließend gönnte ich mir einen Monat nichts tun. Ich hatte also ausreichend Zeit mich an den Hundealltag zu gewöhnen und alles Mögliche zu tun, damit klein Cassy so schnell wie möglich stubenrein wird.

In unserem Büro sind wir zwischen 6 und 10 Leute, haben allerdings häufig Besuch von Kunden oder Personal. Ich zerbrach mir den Kopf darüber, wie das mit einem Welpen funktionieren sollte. Ich versuchte Cassy an eine Box zu gewöhnen, aber sie mochte das Ding einfach nicht. Also hieß es für mich das Kommando „Decke“ noch intensiver zu üben. Cassy musste lernen, dass die Decke ihr Rückzugsort war, egal wo und das klappte Gott sei Dank auch recht schnell.

Mein Arbeitsplatz ist im hinteren Teil des Büros, sodass wir keine direkte Sicht zum Eingangsbereich haben. Cassy hat so also schon als Welpe gelernt, dass es gar nichts besonderes ist, wenn es an der Tür klingelt und fremde Menschen hinein kommen. Der einzige große Nachteil den es für uns gab war der Teppichboden. Ich bin also wirklich ständig mit Babycassy zum Pipi machen gewesen, um Pfützen auf dem Teppich zu verhindern. Das selbe galt natürlich auch für Leyla. Bei der war allerdings der Vorteil, dass sie bescheid sagte sobald sie mal musste. Inzwischen ist unser Hunderudel gewachsen. Somit sind es nun 3 Hunde im Büro. Ich verrate euch, dass man sogar mit schwierigen Kunden immer mindestens einen Grund zum Lachen hat und das ist gar nicht so schlecht.

Für den Fall, dass ich in einer Telefonkonferenz stecke, oder einen Termin außer Haus habe, habe ich schon gleich am Anfang ein Babygitter in meiner Bürotür integriert. Die Mädels haben so freie Sicht, können allerdings nicht einfach unaufgefordert in den Eingangsbereich und Besucher erschrecken oder nerven. Das kann schon mal passieren wenn die Chefin nicht vor Ort ist. Wenn ich selbst vor Ort und auch zu sprechen bin, schicke ich sie bei Türklingeln auf ihre Decken, wenn sie das Gefühl haben, es könnte jemand interessantes sein. Dort müssen sie dann auch  liegen bleiben, bis ich ihnen das Aufstehen erlaube, da es immer mal wieder Leute gibt, die ängstlich sind, schlechte Erfahrungen haben oder unter einer Kontaktallergie leiden.

Meine Pausen teile ich mir selbst ein und passe sie grundsätzlich an die Bedürfnisse meiner Mädels an. Wenn ich meinen Stift fallen lassen und „So!“ sage, gucken mich 6 freudige Augen an und können es gar nicht abwarten, endlich nach draußen zu stürmen. Dadurch dass ich selbstständig bin, habe ich mein Handy immer dabei und muss natürlich auch Anrufe entgegennehmen, nicht selten passiert das gerade wenn ich ein bisschen Schabernack betreibe und mit den Mädels trickse oder spiele. Ich mag es nicht, wenn die Hunde kopflos von mir beobachtet werden und einfach so ihr Ding machen, weshalb ich sie im Falle eines geschäftlichen Anrufs, immer in meiner Nähe halte und meistens auch irgendwie beschäftige und wenn es mit einem „Sitz!“ warten ist. Ja, wenn ich nicht schnell genug bin beginnt ein Anruf dann manchmal auch mit „Hallo, moment mal kurz! — MÄDELS HIIIER — So, entschuldigen Sie, bin dran!“

Für mich selbst sind die Hunde im Büroalltag eine wahre Bereicherung. In stressigen Phasen einfach mal in das weiche Flauschifell greifen, den einen oder anderen Hund für einen kurzen Moment auf dem Schoß haben und runterfahren, das Wissen, dass man einen Teil seines Zuhauses immer bei sich hat. Ja, ich bin sehr glücklich und dankbar darüber, dass ich meine Hunde immer bei mir haben kann und sie nicht ohne mich sein müssen. Wenn sie mich mal wieder entnervt ansehen, wenn ich zu einem Termin aufbreche, dann sage ich ihnen, dass es Hunde gibt, die einen ganzen Tag Zuhause auf ihre Besitzer warten müssen… Übrigens, die Leckerchen von Frau Sekretärin sind auch gar nicht so schlecht hab ich mir sagen lassen…

Wie handhabt ihr denn euren Hundealltag mit eurem Job? Habt ihr vielleicht noch bestimme Fragen? Dann stellt sie mir gern!

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