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Bunter Spaziergang: Nasenarbeit

Einige von euch folgen mir vielleicht bei Snapchat (carinaschneewi) und haben schon den einen oder anderen Spaziergang von uns beobachten können, wie ich Cassy und Leyla mit kleinen Suchspielen den Spaziergang spannender gestalte. In diesem kurzen Artikel möchte ich euch ein paar Tipps und Tricks zur alltäglichen, rein spielerischen Nasenarbeit geben. Vielleicht ist es ja etwas für eure Vierbeiner, meine zwei lieben es jedenfalls!

Es gibt tausende Möglichkeiten, einen Hund auf dem Spaziergang zu beschäftigen. Wir haben für uns verschiedene Suchspiele entdeckt, die ich ganz ohne Hundeschule und professionellen Hintergedanken, einfach nur zur spaßigen Beschäftigung aufgebaut habe.

1. Einfache Leckerlisuche

Die Übung nutze ich ganz gerne um die Impulskontrolle ein bisschen zu trainieren. Sie lässt sich wunderbar auf dem Spaziergang integrieren.

Ihr setzt euren Hund ab und werft ein Leckerli in eure Nähe. (Am Anfang noch nicht zu weit, damit der Keks auch gefunden werden kann) Euer Hund darf erst auf euer Kommando auf die Suche gehen. Wenn euer Hund die Übung verstanden hat, seid kreativ und werft das Leckerli z.B. in höheres Gras, werft es weiter weg oder hinter euch, ein Leckerli nach links und eins nach rechts und so weiter. Vor der Suche kann natürlich auch noch der ein oder andere Trick abgefragt werden, um den Schwierigkeitsgrad noch zu erhöhen.

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Aufmerksames Warten, während Futter oder Dummy sichtbar im hohen Gras versteckt wird.

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2. Leckerlisuche kreuz und quer

Wenn ich mit beiden Hunden gleichzeitig Arbeite und ich weiss, dass es bei einer bestimmten Aufgabe länger dauern wird, verstreue ich für den Hund der gerade warten muss hin und wieder eine Handvoll Kekse. Dies hat zum Vorteil, dass der Hund sich konzentrieren muss und sich quasi in der Wartezeit selbst beschäftigt und ebenso ist es eine akzeptable Möglichkeit seinen Hund zu beschäftigen, wenn man z.B im Garten arbeiten muss, obwohl man zeitgleich auch eigentlich noch den Hund beschäftigen sollte. Gras ist wie ein ganz natürlicher Schnüffelteppich.

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Während Cassy im Hintergrund verstreute Leckerchen sucht, ist Leyla fleißig bei der Arbeit.

Wie genau?

Am Anfang würde ich mit einer kleinen handvoll Kekse anfangen. Ihr lasst euren Hund absitzen und genau zusehen, wie ihr vor seiner Nase die Kekse im Gras in einem kleinen Radius (wichtig für den Anfang) verteilt. Ein kleiner Radius ist deshalb wichtig, weil der Hund natürlich auch alle Kekse alleine finden soll. Verteilt ihr großflächig, solltet ihr mit voller Aufmerksamkeit dabei sein und auch darauf achten, dass der Hund alle Leckereien findet. Für ungeübte Hunde kann es sonst schnell frustrierend sein, wenn sie genau riechen das noch irgendwo etwas liegen muss, sie es aber einfach nicht finden können. Damit sie den Spaß nicht verlieren, für dieses Spiel einen kleinen Radius wählen.

3. Leckerlisuche wie eine kleine Fährte

Für begeisterte Schnüffelnasen, kann ich auch eine Fährte für Laien empfehlen. Natürlich kann man auch eine richtige Fährte legen, aber dies sollte man schon mit Hilfe eines Fachmannes aufbauen. Die „Laien Fährte“ funktioniert aber ähnlich. Ich mache es am liebsten, wenn das Gras noch nicht ganz so hoch, allerdings auch noch nicht frisch gemäht, ist. Ich lege den Hund ab und trampele mir in winzig kleinen Schritten einen kleinen Pfad. Bei einem Hund, der diese Art von Nasenarbeit noch nicht kennt, lege ich alle 2-3 Schritte ein Leckerli ab und trampele anschließend in mini kleinen Schritten weiter. Macht die strecken am Anfang nicht zu lang und bitte nur geradeaus. Wenn die Hunde geübt sind kann man die Strecken natürlich auch deutlich länger machen und den Schwierigkeitsgrad durch Richtungswechsel und weiter auseinanderliegende Kekse erhöhen.

Durchführung

Bei der richtigen Fährtenarbeit bekommt der Hund für gewöhnlich ein Geschirr an und wird an einer Suchleine geführt. Da ich diese Übung aber nur als Spiel sehe lasse ich meinen Hund so wie er ist (in meinem Fall also ohne Leine und Geschirr) und schicke ihn mit dem Befehl „such Fährte“ auf die kleine Suche. Am Anfang bleibe ich immer dicht bei dem Hund und korrigieren ihn sobald er von meinem kleinen Trampelpfad abkommt. Ich möchte schließlich nicht, dass nur nach Leckerli sondern auch nach dem richtigen Weg dorthin gesucht wird. Am Ende des kleinen Suchparcours hole ich meistens ein Belohnungszergel aus der Tasche und signalisiere damit das Ende der Einheit.

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Schnüffelanfänger bekommen natürlich ein bisschen Hilfe.
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Profis schnüffel ganz alleine.

4. Klettermäxchen

Meine Hunde mögen es gern abwechslungsreich. Wenn ich das selbe Suchspiel 2 Mal nacheinander spiele, wissen sie beim dritten mal schon genau was Sache ist und sind nicht mehr richtig aufmerksam oder aber blitzschnell fertig. Deshalb variiere ich gerne.

Beim Klettermäxchen suche ich mir gerne Erhöhungen und verstecke z.B auf einer Bank oder auf einem breiten Ast eines Baumstammes) einen Keks oder einen Dummy, ohne dass die Hunde es mitbekommen. (Wenn sie z.B. gerade irgendwo schnüffeln) Mit dem Satz „Ohhh, such den Keks!“ wissen meine Mädels inzwischen schon sofort bescheid und machen sich auf die große Suche.

Die Übung lässt sich übrigens auch hervorragend mit dem Dummy erarbeiten. Wir machen es auch vorwiegend damit.

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Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in einer unserer liebsten Beschäftigungen auf einem Spaziergang geben.

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No Comments

  1. The Pell-Mell Pack
    1 Jahr ago

    Super, vielen Dank für die Tipps. Gerade das Beschäftigen, während der zweite Hund arbeitet, finde ich super und werde es bei uns einbauen.
    Liebe Grüße
    Stephie mit Luna und Enki

    Reply
  2. wanderparadieshund
    1 Jahr ago

    Wir machen sowas sehr sehr gerne, da sind echt tolle Tipps dabei:)

    Reply
  3. lifewithkoa
    1 Jahr ago

    Oh, das mit der kleinen Fährte klingt super. Danke für den Tipp! ☺️

    Viele Grüße
    Maike und Koa

    Reply

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