In Allgemein, Leben mit Hund

Hundemama, eine Leidenschaft.

Ein Thema welches mir sehr am Herzen liegt. Ich werde belächelt, viele Dinge werden in Frage gestellt und der Spruch: „Wenn du erstmal Kinder hast…“ Steht auch ganz oben an der Tagesordnung. Doch wie sieht es denn wirklich aus, in der Gefühlswelt einer Hundemama? Ich gebe euch heute einen klitze kleinen Einblick in meine heimlichen Gefühlsduselein und in einige Gedankengängen zum Thema „Mein Leben als Hundemama!“

Ein Tier schafft man sich ganz bewusst an. Jedenfalls wenn man ein verantwortungsbewusster Mensch ist. Ich bin mit Tieren aufgewachsen und könnte mir ein Leben ohne treue Vierbeiner nicht mehr vorstellen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis bei mir auch ein Hund ins Leben ziehen würde. Heute, als mehrfacher Hundebesitzer, kann ich ganz sicher sagen, dass mein Leben mit den Hunden an meiner Seite um einiges reicher ist. Erzählt man das einem Nichthundebesitzer oder jemandem, bei dem der Hund nur schmuckes Beiwerk ist und sein Lebenlang nur so nebenher läuft, erntet man meistens nur ein müdes Lächeln. Viele können nicht verstehen, dass die beiden Fellnasen mir unsagbar wichtig sind. Ich sorge mich um ihre Bedürfnisse und leide mit, wenn es ihnen schlecht geht. Ich erziehe sie, vemutlich ein ganzes Hundeleben lang und lerne dabei nicht nur eine Menge über die Hunde, sondern auch über mich selbst. Ich bereite ihnen Futter zu und habe eine riesen Freude daran, wenn die Fellnasen sich über ihrem Napf hermachen und genießen. Naja gut, manchmal werde ich auch schräg angeschaut und ärgere mich darüber, dass die guten Innerein liegen gelassen werden. Ich erlebe mit ihnen unzählige tolle Abenteuer in naher Umgebung oder verreise in ferne Gebiete. Ich weine und lache mit ihnen, beides ist doppelt so schön, wenn sie bei mir sind und entweder ihren Kopf schief legen, weil ich vor lauter Lachen sonderbare Grunzgeräusche von mir gebe, oder mich anstupsen weil sie genau merken, dass es mir schlecht geht. Kurz, sie sind durch absolut nichts in meinem Leben zu ersetzen.

Wenn ich morgens aufstehe, amüsiere ich mich als erstes darüber, dass Cassy sich wie ein Aal unter dem Bett herauswindet. Ich weiss nicht wieso, aber über Nacht verschwindet sie immer weiter unter meinem Bett. Besonders schön ist es, wenn sie Nachts hochschreckt und sich volle Lotte den Kopf an meinem Lattenrost stößt. Dann bin nicht nur ich hellwach, sondern auch sie 😀 Es sind diese Kleinigkeiten, die mir jeden Tag aufs Neue zeigen, wie leer mein Leben ohne die beiden Fellmonster wäre. Ich kommuniziere das auch ganz offen. Natürlich kann man Hunde nicht mit Kindern gleichstellen, aber irgendwie auch doch. Jedenfalls so lange man selbst noch keine Kinder hat. Dann würden sie aber auch nicht in ihrem Rang nach unten rutschen, es gäbe nur einfach ein weiteres Lebewesen, welches einen anderen, sehr wichtigen Platz in meinem Leben einnehmen würde.

Beide Hunde sind in meinem Leben fest integriert, zu den meisten Aktivitäten können sie mich begleiten und wenn es dann mal nicht geht, bleiben sie Zuhause oder sie gehen zu meiner Oma oder meiner Mutter. Es ist also durchaus möglich, mich auch ohne Hunde zu treffen. Gott sei Dank wissen das meine Freunde und denken sich nicht, wie oftmals falsch angenommen: „Die gibt es ja eh nur noch mit ihren Hunden zu sehen!“ Wenn ich also mal einen Nachmittag oder Abend ohne die Mädels verbracht habe, kann ich euch gar nicht beschreiben, wie sehr sich meine Hunde freuen, wenn ich Heim komme oder sie bei den Betreuern abhole. Kein Mensch auf diesem Planeten hat sich bisher so sehr gefreut mich zu sehen. Woran das jetzt genau liegen mag, darf sich jeder selbst überlegen 😀 Es ist einfach schön zu wissen, dass da zwei Seelen auf einen warten, für die man wichtig ist, die einen mindestens genau so lieben, wie man sie liebt.

Als Leyla am Anfang des Jahres eine Schnittverletzung an der Pfote hatte und geblutet hat wie ein geschlachtetes Tier, habe ich wirklich gelitten. Es fiel mir unheimlich schwer die Fassung zu behalten und ich hatte wirklich eine (Entschuldigung) scheiß Angst um sie. Was für andere vielleicht eine Kleinigkeit war, war für mich schlicht eine Menge Blut, ein kleiner Hund und die große Entfernung zum nächsten Tierarzt. Wie sie sich während der Behandlung an meinen Oberkörper geschmiegt hat und ihre Augen mir ganz deutlich gezeigt haben, dass sie genau weiss was da nun passiert und sie trotzdem angst hat und froh ist, dass ich bei ihr bin, hat mir wirklich ein paar Tränchen in die Augen getrieben. Einige von euch denken sich jetzt bestimmt, dass ich maßlos übertreibe, aber genau so habe ich in der Sekunde gefühlt.

Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Gerade in meinem Zusammenleben mit den Hunden. Die beiden haben so feine Antennen, dass sie genau merken wann meine Laune kippt. Meistens spüre ich dann nur wenige Sekunden später eine feuchte Hundenase an meinem Bein oder bekomme eines der tausenden Spielzeuge gebracht. Wenn ich absolut gut gelaunt bin (was fast 98% meiner Lebenszeit ausmacht), dann merkt man auch das an meinen Hunden. Nicht selten habe ich schon kurz nach dem Aufstehen das Gefühl, dass beide einen Clown gefrühstückt haben und meistens steckt mich das total an. Eine Nachbarin meiner Oma meinte neulich: „Immer wenn ich euch drei sehe muss ich grinsen!“ Gute Laune ist nämlich ansteckend!

Vermutlich ist ein Hund wirklich eine Art der Lebenseinstellung. Ich kann mir momentan nichts schöneres mehr vorstellen, als jede freie Sekunde mit den Vierbeinern zu verbringen. Ich kann mich an mein letztes Mal langeweile nicht mehr zurück erinnern, es muss Jahre her sein.

Ein Leben ohne Hunde – ohne mich! So viel ist klar!

Vielleicht mögt ihr mir ja verraten, wie es euch so ergeht. Fühlt ihr ähnlich und wie gehen eure Mitmenschen damit um?

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No Comments

  1. Svenja
    2 Jahren ago

    Ganz wunderbar geschrieben, liebe Carina 💖
    Eine ganz tolle Liebeserklärung an deine zwei Fellkugeln, Muntermacher, Familienmitglieder, Seelentröster und was sie noch alles für dich sein können!

    Der Text könnte eins zu eins von mir sein.
    Mein Leben ohne Hund – unvorstellbar!

    Ewok macht mir jeden Tag lebenswerter, auf einen so treuen Begleiter kann ich mich immer verlassen und diese Freude die er mir täglich entgegen bringt, wenn ich ihn nach dem Büro in seiner Betreuung abhole (da darf er leider nicht mit kommen), morgens aufstehe und er mir freudig entgegen blickt oder einfach „nur“ DA ist zaubert mir doch bei jeder Stimmung eine Lachen ins Gesicht und jedes Trübsal ist garantiert wie weggeblasen.

    Ja, ich bin auch eine leidenschaftliche Hundemarke 😊

    Reply
    1. Svenja
      2 Jahren ago

      Upsi kleiner Fehlerteufel – ich bin natürlich eine leidenschaftliche HundeMAMA 😅

      Reply
    2. pawsandpixel
      2 Jahren ago

      Liebe Svenja,
      Ich bin so froh, dass es noch vielen anderen Menschen so geht wie mir. Manchmal habe ich geglaubt, ich bin die einzige, die so vernarrt ist in ihre Hunde 😀

      :-* (Hundemarke und Hundemama ist doch eh fast das gleiche :D)

      Reply
  2. Patrick H.
    2 Jahren ago

    Sie haaren, sind nass, müssen auch bei Regen vor die Tür und wir Hundemenschen wissen, was wir an ihnen haben.
    Ich danke Die für Deine tollen Worte und ich freue mich, dass Deine Hunde so ein tolles zuhause haben!
    Hier ein Link zu unsere Fibi. Unser Herz und unser Lindblatt.
    https://issoundnichtanders.wordpress.com/2015/12/24/ganz-oder-gar-nicht/

    Reply
    1. pawsandpixel
      2 Jahren ago

      Hey Patrick,
      ich schau gleich mal bei eurer Fibi vorbei! Ohne das Haaren oder den tollen „nasser Hund“ Geruch, würde einfach etwas fehlen 😀
      Sei lieb gegrüßt
      Carina

      Reply
  3. Little Blue Heart
    2 Jahren ago

    Ich kann nur sagen, du sprichst mir aus der Seele. Mein Leben ist mit Hund so viel lebenswerter geworden und ich kann es mir ohne Fellnase nicht mehr vorstellen. Diese Leidenschaft können meist nur Hundebesitzer nachempfinden, aber all meine Freunde oder auch die Familie respektiert und schätzt meine große Liebe zu Nala. Eine Liebe, die auch gleichzeitig ein nicht mehr wegzudenkendes Hobby geworden ist. Mich sieht man fast nur noch in Hundekleidung oder auf dem Hundeplatz, am liebsten würde ich mich rund um die Uhr mit diesem Hund beschäftigen. Jeder Abend, an dem ich etwas ohne Hund vorhabe, tut mir ein bisschen weh und ist für miche in stückweit verlorene Zeit, auch wenn ich natürlich einen Mädelsabend oder einen Kinobesuch genießen kann. Trotzdem fehlt der Hund, so ist das nun mal. Ich bin immer noch am liebsten mit meiner kleinen Hundefamilie zusammen und wir leben nun nur einmal, also tue ich das was mir am meisten Spaß bereitet. Danke, dass du dieses Thema aufgegriffen hast, ich bin da wohl ähnlich hundeverrückt! Kommt gut in die neue Woche 🙂

    Reply
    1. pawsandpixel
      2 Jahren ago

      Liebe Carina, mir geht es ganz genauso. Wenn es nach mir ginge, könnte der ganze Tag nur mit meinen Hunden zu tun haben 🙂
      Ich bin froh, dass ich nicht allein mit diesem Gefühl bin.
      Sei ganz lieb gegrüßt
      Carina 😀 (ich kenne außer dir sonst nur Carinas mit K. Total witzig :D)

      Reply

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